22. Oktober 2009 „Michael Moore’s Aktions Plan: 15
Dinge, die jeder Amerikaner sofort tun
kann.“ Ihr habt den Film (Capitalism: A Love Story) gesehen—Jetzt
ist es Zeit zu Handeln. Freunde, Das ist die 1. Frage,
die ich andauernd gestellt bekomme, nachdem die Leute meinen Film gesehen
haben: „OK, und jetzt, was kann ICH TUN?" Du willst was tun? Dann bist du hier genau richtig! Weil ich
15 Sachen habe, die du und ich jetzt sofort tun können um gegen an zu kämpfen
und zu versuchen dieses kaputte System zu reparieren. Hier sind sie: Wir fordern fünf
Dinge, die der Präsident und der Kongress sofort tun müssen:
1. Erklären Sie ein Moratorium für alle Zwangsräumungen:
Keine einzige Familie sollte mehr aus ihrem Zuhause geworfen werden. Die Banken
müssen ihre Hypotheken-Forderungen anpassen an das, was die Häuser der Menschen
nun tatsächlich wert sind, und was sie sich leisten können. Außerdem muss
gesetzlich garantiert werden: Wenn man seine Arbeit verliert, darf man nicht
aus seinem Zuhause geworfen werden. 2.
Der
Kongress muss sich der zivilisierten Welt anschließen und Medicare
(medizinische Versorgung) für alle Amerikaner einrichten. Eine einzige,
non-Profit Quelle muss ein universelles Gesundheitssystem organisieren, das
alle versorgt. Rechnungen für medizinische Leistungen sind derzeit der
hauptsächliche Grund für Insolvenzen und Zwangsräumungen in diesem Land.
Medizinische Versorgung für Alle wird dieses Elend beenden. Der Gesetzentwurf
H.R. 3200 würde das realisieren, ist jedoch unmöglich ohne eine Änderung wie
sie Weiner vorgeschlagen hat: H.R. 676. Du musst deine Kongress-Abgeordneten
anrufen und ihnen schreiben, dass sie diese Änderung ohne Kompromisse
unterstützen sollen.
3.
Verlange
öffentlich finanzierte Wahlen und ein Verbot für Beamte,
Lobbyisten zu werden, wenn sie ihre Ämter verlassen. Ja, genau diese
Kongress-Abgeordneten, die Millionen Dollars von wohlhabenden Interessenten
erbetteln und bekommen, müssen dafür stimmen, dass alles
Geld aus dem Wahlkampf und aus dem Gesetzgebungsprozess verbannt wird. Sagt
euren Kongress-Abgeordneten, dass sie den Gesetzesentwurf zur
Wahlkampffinanzierung H.R. 1826 unterstützen müssen.
4. Jeder der 50 Staaten muss eine staatliche
Bank wie die in North-Dakota schaffen. Dann muss der Kongress alle strengen
Regeln der Vor-Reagan-Periode bezüglich Banken, Investitions-Firmen,
Versicherungsunternehmen (und alle die
anderen Bereiche die dadurch verwildert wurden, wie Fluglinien,
Nahrungsmittelindustrie, Pharmaindustrie…) wieder einsetzen. Wenn das oberste Ziel eines
Unternehmens die Gewinn-Maximierung ist, dann braucht es einen strengen
Regelkanon. Und die erste Regel ist: Sei nicht schädlich. Und die zweite ist:
Die Frage muss immer gestellt werden: „ Ist dies zum Wohl der Gesellschaft?“ 5. Rette diesen zerbrechlichen Planeten und
erkläre, dass alle ober- und unterirdischen Energie-Quellen Gemeingut sind und
uns allen gehören. Gerade so, wie sie es in Sarah Palins sozialistischem
Land Alaska machen. Wir haben nur noch für einige Jahrzehnte Öl. Das Volk muss
Eigentümer und Grundbesitzer der natürlichen Ressourcen und Energien innerhalb
unserer Grenzen sein, oder wir werden weiter
in die Konzern-Anarchie sinken. Und wenn es darum geht, durch Verbrennung von fossilem Öl uns selber
zu transportieren, müssen wir aufhören mit eigenen Verbrennungsmotoren zu
arbeiten, und unsere Autoindustrie und
Transport Firmen anweisen, unsere gut ausgebildeten Arbeitskräfte wieder
einzustellen und Massen-Transportsysteme (saubere Busse, Züge,
U-Bahnen, Hochgeschwindigkeitszüge etc. ) zu bauen und neue Autos zu
entwerfen, die nicht weiter zum
Klimawandel beitragen. Verlange, dass der Chef von General Motors, eigentlich
Barak Obama, eine Aufforderung heraus gibt (wie damals JFK’s „Mann auf dem Mond“
Zielsetzung), dass unser Land in eine Nation der Züge, Busse und
Untergrundbahnen verwandelt wird. Um Himmels willen, Leute, wir sind doch
diejenigen, die diese verdammten Sachen zuerst erfunden (bzw. perfektioniert)
haben!! Fünf Dinge, die wir tun können, damit der Kongress und der Präsident
auf uns hören:
1. Wir alle müssen es uns zu einer täglichen
Gewohnheit machen ca. 5 Minuten lang einige kurze Telefonanrufe zu tätigen:
Einen Anruf an den Präsidenten (202-456-1414), einen an deinen
Kongress-Abgeordneten (202-224-3121) und je einen an deine zwei Senatoren.
Mache in nur einer Minute pro Anruf klar, welches Abstimmungsverhalten du von
ihnen bezüglich bestimmter Themen erwartest. Lass sie wissen, dass du nicht
zögern wirst für ihren politischen Gegner zu stimmen, bzw. für den Gegner der
andern Partei, wenn sie deinen Wünschen nicht folgen. Glaub mir, sie werden
zuhören. Wenn du noch weitere 5 Minuten hast, schreib ihnen eine email. Und ein
echter Hammer für sie ist ein Brief per Post.
2. Übernimm die Demokratische Partei an deinem
Ort. Wisst ihr noch wie viel Spaß es gemacht hat mit all den Freunden und
Nachbarn zusammen zu arbeiten, um Barak Obama gewählt zu bekommen? IHR HABT DAS UNMÖGLICHE VOLLBRACHT. Es ist an
der Zeit wieder aufzustehen. Sammelt alle Leute wieder zusammen und geht zum
monatlichen Treffen eurer regionalen Demokratischen Partei. Und werdet die
Mehrheit, die da das Sagen hat. Es wird gar nicht viele Anwesende dort geben,
und die werden entweder glücklich oder geschockt sein darüber, dass die
Obama-Revolution den Raum betritt und ernst macht. Präsident Obama’s Programm
wird nicht funktionieren ohne eine massive Gras-Wurzel-Bewegung – und er wird
nicht ermutigt das Richtige zu tun, wenn wir ihm nicht den Rücken stärken,
entweder in dem wir für ihn stehen oder ihn in die richtige Richtung schieben. Wenn
ihr alle die lokale Demokratische Partei werdet, schickt mir ein Foto der
Gruppe, und ich setze es auf meine Webseite.
3. Bestimmt jemanden der für ein Amt
kandidiert, der beim nächsten Mal eure lokalen Wahlen gewinnen kann. Oder noch
besser, überlege, ob du nicht selbst kandidierst! Finde dich nicht mit dem Amtsinhaber ab, der
immer erwartet zu gewinnen. Du kannst unser nächster Abgeordneter sein! Du
glaubst nicht, dass das funktioniert? Schau dir die Liste all derjenigen
normalen Bürger an, die gewählt wurden: …………. Die Liste geht endlos weiter, und
du solltest auch da drauf stehen. 4. Steht auf, zeigt Flagge: Stellt
Streikposten vor euren Filialen der Banken auf, die Geld aus dem Rettungsschirm genommen haben. Haltet Mahnwachen ab und
Märsche. Erwägt Aktionen des zivilen Ungehorsams. Stadtrats- oder ähnliche Versammlungen sind offen für
euch (und es gibt viel mehr von euch als von denen!). Macht Lärm, habt Spaß,
und kommt in die Lokalnachrichten. Hängt „Capitalism did this“ (Kapitalismus
hat das getan) Schilder an verlassene Häuser, pleite-gegangene Geschäfte,
abbröckelnde Schulen und Infrastrukturen. (die Schilder kann man auf meiner
Seite herunterladen). 5. Mache deine eigenen Medien. Du. Gerade
du (oder du und ein paar Freunde). Die Mainstream-Medien gehören den
amerikanischen Konzernen und erzählen, von einigen Ausnahmen abgesehen, niemals
die ganze Wahrheit – das heißt du must das selber machen. Fange an zu bloggen,
mache eine Webseite mit wahren Lokalnachrichten. (Beispiel) Twitter mit deinen Freunden und
verwende Facebook ,um ihnen klar zu machen was sie politisch unternehmen
müssen. Die Tageszeitungen sterben. Und wenn du dieses Vakuum nicht füllst, wer
macht es dann? Fünf Dinge die wir
tun sollten um uns selbst und unsere
Lieben zu schützen, bis wir durch diesen Mist durch sind:
1. Nimm dein Geld aus deiner Bank, wenn
sie Geld vom Rettungsschirm genommen hat und deponiere es in einer Regional
Bank (entspricht wahrscheinlich unseren Landesbanken, was für uns in D
natürlich ein Witz ist. Anm.S.P.) oder noch besser in einer
Genossenschaftsbank. 2. Kündige alle deine Kreditkarten bis auf
eine, --die Sorte, bei der du am Ende des Monats bezahlen musst, damit du
die Karte nicht verlierst. 3. Investiere nicht an der Börse. Wenn du
etwas Geld übrig hast, lege es auf ein Sparkonto oder, wenn du kannst, zahle
die Raten deines Hauses ab, damit es dir so bald wie möglich gehört. Du kannst
auch sichere Sparbriefe oder Schatzanweisungen kaufen. Oder kaufe deiner Mutter
ein paar Blumen. 4. Organisiert euch am Arbeitsplatz, damit ihr
in eurem Betrieb was zu sagen habt. Nichts ist amerikanischer als
Demokratie, und Demokratie sollte nicht an der Eingangstür zum Arbeitsplatz
abgegeben werden. Eine andere Möglichkeit zum amerikanisieren des
Arbeitsplatzes ist, deinen Betrieb in eine Kooperative umzubauen, die den Angestellten
gehört. Du bist kein Lohn-Sklave. Du bist eine freie Person, du gibst 8 Stunden
deines Lebens jeden Tag jemand anderem und das gehört anständig ausgeglichen
und respektiert. 5. Pass auf dich und die deinen auf.
Sorry, dass ich dich ganz Oprah-mäßig zu
texte (so etwas wie mediale Brigitte und Nina Ruge und Pastor Fliege in einem),
aber es stimmt: Finde einen friedlichen Platz in deinem Leben, und sei bewusst
mit Leuten zusammen zu sein, die nicht negativ und zynisch sind. Suche solche,
die ernähren und lieben. Schalte den Fernseher und das Blackberry aus und mache
jeden Tag 30 Minuten lang einen Spaziergang. Iss Obst und Gemüse und reduziere
alles, was Zucker, Maissirup, Auszugsmehl und zu viel Salz enthält. Iss, wie
Michael Pollan sagt, echte Nahrung, nicht zu viel und hauptsächlich Pflanzen. Schlafe
jeden Tag 7 Stunden und nimm dir die
Zeit, ein Buch im Monat zu lesen. Ich weiß, das hört sich an, als ob ich deine
Großmutter bin, aber verdammt noch mal, schau dir Großmutter doch mal genau an
– sie ist fit, sie ist entspannt und sie weiß die Namen ihrer zwei U.S.
Senatoren ohne dass sie sie googeln muss. Wir täten gut daran, auf sie zu
hören. Wenn wir nicht zuerst die „Sauerstoffmaske“ uns selber aufsetzen (so wie das im Flugzeug
gesagt wird), sind wir keine Hilfe für den Rest des Landes um irgendetwas von
diesem Plan umzusetzen. Ich bin sicher, ihr könnt noch viele Ideen entwickeln dazu,
wie wir diese Bewegung aufbauen können. Werde kreativ. Denke außerhalb der
„normalen Politik-Tagesordnung“, SEI SUBVERSIV! Denk dir die lokale Aktion aus,
die noch keiner gemacht hat. Benimm dich so, als ob dein Leben davon abhinge.
Sei unerschrocken und frech! Versuche irgendetwas mit rücksichtsloser
Unbekümmertheit (reckless abandon) zu tun. Es könnte dich, die Gesellschaft und
dein Land befreien. Und wenn du loslegst, schick mir deine Geschichte, deine
Fotos und dein Video – und setze deine Ideen unter diesen Brief (auf der
Webseite) sodass sie mit Millionen geteilt werden. Los Leute—wir schaffen das! Ich erwarte nicht weniger als
euch alle, meine wahren und zuverlässigen Sympathisanten. Euer Michael MichaelMoore.com
Übersetzung
aus dem Amerikanischen von Sabine Petersen
Drei Filme
So. 20. 9. „Sicko“ über das amerikanische Gesundheitssystem
Di. 22. 9. „Let’s make money“ über die Absurdität der Finanzwelt
Do. 24. 9. „Bedingungsloses Grundeinkommen“ macht Mut und öffnet neue Perspektiven
Jeweils 19.30 Uhr
Forum der Friesen Apotheke
Kronshagener Weg 17, Kiel
Eintritt frei
Alle Interessierte sind herzlich willkommen!
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